Daimler muss hunderttausende Fahrzeuge zurückrufen

Silhouette of man driver pushing his car along on an empty road after breakdown at sunset, copy space, side view.

Nächster Rückschlag für Daimler im Diesel-Skandal. Das Kraftfahrtbundesamt hat den Rückruf 170.000 weiterer Fahrzeuge wegen dem Vorwurf der Verwendung einer illegalen Abschaltvorrichtung zur Abgasmanipulation angeordnet. Betroffen sind vor allem Modelle der A-, B-, C-, E- und S-Klasse.

Liste der Rückrufe wird immer länger

Bereits im Juni 2018 hatte das KBA Daimler erstmals zum Rückruf von mehr als 238.000 Fahrzeugen verpflichtet. Damals waren die Modelle Vito, C-Klasse und GLC betroffen. Lediglich ein Jahr darauf, im Juli 2019, ordnete das KBA den Rückruf von 60.000 weiteren Daimlern des GLK-Modells an. Hieraus wird deutlich, dass der Konzern in der Aufarbeitung der Diesel-Affäre eine Salami-Taktik fährt und erst dann Zugeständnisse macht, wenn er mit dem Rücken an der Wand steht. Mit weiteren Rückrufen und einer Vertiefung des Manipulations-Sumpfes ist zu rechnen.

Software-Update birgt Gefahren

Im Rahmen der Rückrufe muss Daimler die zur Abgasmanipulation verwendete Software entfernen. Allerdings können die Software-Updates nachweislich negative Folgen für das Fahrzeug haben. Kunden und Experten berichten von gesteigertem Kraftstoffverbrauch, geringerer Leistung, dem Verrußen des Dieselpartikelfilters und geringerer Lebensdauer der betroffenen Motoren. Eine Verweigerung des Updates kann allerdings zu Fahrverboten führen.

Was Verbraucher tun können

Über unseren Betroffenheitscheck können Verbraucher herausfinden, ob auch ihr Fahrzeug von Rückrufen betroffen ist. Im Rahmen unseres kostenlosen und unverbindlichen Erstgesprächs beraten wir Kunden auch gerne darüber, ob ein Software-Update im konkreten Einzelfall Sinn macht.

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